Uwe Hübscher kontrolliert Bäume an der Stiftsruine St. Georg.

Uwe Hübscher kontrolliert Bäume an der Stiftsruine St. Georg

Baumkontrolleure achten unter anderem auf Totholz, Faulstellen und Pilze.

Rund 25.000 Bäume prägen das Goslarer Stadtbild – die Bestände der Stadtforst nicht mitgerechnet. Sie sind Wind und Wetter ausgesetzt, Äste brechen, Misteln oder Pilze können sich einnisten und den Baum schwächen. Um Goslars Stadtbäume gesund zu halten, müssen sie regelmäßig gepflegt werden. Und um die Sicherheit von Menschen, Autos oder Bauwerken zu gewährleisten, müssen Bäume, die in ihrer Standsicherheit gefährdet sind, rechtzeitig erkannt werden. Drei speziell ausgebildete Baumkontrolleure sind in dieser Mission im Stadtgebiet unterwegs.
Uwe Hübscher kümmert sich um das Revier Nord: Hahndorf, Jerstedt, Georgenberg, Baßgeige. Frank Simon begutachtet die Bäume im Revier Vienenburg, also in Vienenburg, Lochtum, Lengde, Wiedelah und Immenrode. Jörg Jahns ist regelmäßig im Revier Süd unterwegs und schaut in der Altstadt, in Oker und Sudmerberg sowie am Rammelsberg und Steinberg nach dem Rechten. Er bringt besondere tiefgründige Kenntnisse im Bereich Pilze mit.

Das Intervall der Baumkontrollen richtet sich unter anderem nach dem Alter des Baumes, seinem Standort und eventuell bestehenden Vorschäden. Allgemein steht die Kontrolle alle neun Monate auf dem Programm. So sehen die Experten den Baum in seinen verschiedenen Vegetationsphasen. An Kindertagesstätten Spielplätzen und Schulen wird öfter kontrolliert: alle sechs Monate. Auch nach Stürmen werden die Bäume genau unter die Lupe genommen. Hübscher, Simon und Jahns kennen ihre Pappenheimer. Dank der regelmäßigen Baumkontrolle gab es auch nach der Reihe von Sturmtiefs zum Jahresbeginn außerhalb der Friedhöfe und der Stadtforst keine größeren Schäden.
Die Baumkontrolleure arbeiten mit moderner Technik wie Tablets und
Baumkontrollsoftware und nehmen sich jeden Baum einzeln vor. An erster Stelle steht die Sichtkontrolle vom Boden aus. Dabei kommen unter anderem Schonhammer, Sondierstab und Fernglas zum Einsatz. Hübscher, Simon und Jahns dokumentieren Veränderungen oder Besonderheiten im Datenblatt des jeweiligen Baumes.
Anschließend überprüfen sie, ob in das sogenannte Verkehrsraumprofil, also in Gehwege und Fahrbahnen hineinragen oder angrenzende Gebäudeteile berühren. Weitere Faktoren sind Totholz in der Krone und Faulstellen oder Pilze, die sich entwickelt haben. Entsprechend der Ergebnisse tragen sie erforderliche Pflegemaßnahmen in das elektronische Datenblatt ein. Diese Daten werden in das Baumkataster der Stadt übertragen und von dort aus der Betriebshof oder Fachfirmen mit den notwendigen Maßnahmen beauftragt.

Foto: oh/Stadt Goslar

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