Furcht vor Hunden

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Wenn Menschen eine starke Angst vor Hunden haben, spricht man von einer Canophobie.

Betroffen sind häufig Kinder, die extreme Furcht kann aber auch bis ins Erwachsenenalter oder sogar für immer anhalten. Ursache ist meist ein traumatisches Erlebnis mit Hunden in der Kindheit, etwa wenn man angesprungen oder sogar gebissen wurde. Häufig übertragen Eltern ihre eigene Angst vor Hunden aber auch einfach nur auf das Kind. Kein Hund wird im Übrigen aggressiv geboren – für aggressives Verhalten ist fast immer der Halter mit seiner Erziehung verantwortlich. Wobei eine falsche Erziehung meist nicht auf böser Absicht, sondern auf Unsicherheit und Unwissenheit beruht.

Der richtige Umgang mit Hunden

Im Internet findet man viele Tipps, wie sich Kinder und Erwachsene gegenüber fremden Hunden verhalten sollten, um Aggressionen gar nicht erst entstehen zu lassen. Der Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) etwa hat eine Broschüre mit zwölf Tipps für den Umgang mit Hunden herausgegeben. Ein Auszug:

  • Nie ungefragt einem Hund nähern und nie in die Augen schauen. Direkter Blickkontakt wirkt auf Hunde bedrohlich.
  • Beim Anblick eines Hundes die Bewegung nicht plötzlich verlangsamen. Das fällt Hunden auf.
  • Nie einen fremden Hund streicheln, dessen Besitzer nicht in der Nähe ist. Immer erst um Erlaubnis fragen.
  • Zunächst nur unter dem Kinn streicheln, nie auf dem Kopf.
  • Nähert sich ein aggressiver Hund, ruhig und leicht abgewandt stehenbleiben – nicht frontal anstarren – und keinesfalls davonrennen.

Bisswunden schnell desinfizieren

Das Miteinander von Mensch und Hund ist nicht immer friedlich und es kann schon mal zu Bisswunden kommen, auch im Spiel zwischen Herrchen oder Frauchen und dem Hund. Nach einem Tierbiss entwickelt sich in zehn bis 15 Prozent der Fälle eine lokale, teils schwere Infektion, die sich im ungünstigen Fall zur Blutvergiftung ausweitet. Zudem können mit dem Biss Krankheiten wie Tollwut, Tetanus oder Rattenbissfieber übertragen werden. Da Wundinfektionen innerhalb weniger Stunden auftreten können, sollte man die Bisswunde sofort gründlich reinigen und anschließend desinfizieren, etwa mit Betaisodona, das rezeptfrei als Salbe oder als Lösung in der Apotheke erhältlich ist.

Das Mittel bietet ein nahezu komplettes Wirkspektrum gegen die wichtigsten Erreger von Wundinfektionen und bekämpft Keime schnell. Im Anschluss sollte die Wunde steril abgedeckt werden. Gefährlich wird es im Übrigen vor allem dann, wenn sich die Bisswunde oberflächlich schließt und sich die übertragenen Keime in den tiefer liegenden Gewebeschichten vermehren. Anzeichen hierfür sind Rötungen und Schwellungen. Dann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

(djd).

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