Im September 2020 führen Marleen Mützlaff (v. re.), Fachbereichsleiterin Kultur, Dr. Oliver Junk und Oliver Heinrich (li.), Betriebsleiter des Goslarer Gebäude Management, Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers durch Kaiserpfalz und Pfalzgarten.

1,67 Millionen Euro zur Sanierung

Förderung aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“

Erneut war die Stadtverwaltung mit ihrer Bewerbung um Fördermittel erfolgreich: Die Sanierung und Aufwertung der Außenanlagen der Kaiserpfalz wurde in das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus 2021 aufgenommen. Das hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) mitgeteilt. Goslar erhält damit 1,67 Millionen Euro Fördermittel, um den Pfalzgarten des UNESCO-Welterbes Goslarer Kaiserpfalz zu sanieren, die archäologischen Denkmäler zu inszenieren und einzuordnen, um sie so für touristische und kulturelle Zwecke attraktiv zu machen. Das Gesamtprojekt hat ein Fördervolumen von 5 Millionen Euro, wobei das Land Niedersachsen 3,33 und der Bund 1,67 Millionen Euro im Rahmen des Programms übernehmen. Die Stadt Goslar hat keinen Eigenanteil zu schultern, da es sich um Flächen im Eigentum des Landes Niedersachsen handelt.

Die Außenanlagen der Goslarer Kaiserpfalz sind eines von 24 Projekten bundesweit, das die unabhängige Jury ausgewählt hat, und das einzige in ganz Niedersachsen. „Wir bekommen regelmäßig die Rückmeldung aus den Ministerien, dass Goslars Verwaltung bei den Anträgen auf Fördermittel ganz stark ist. Das zeigt sich auch wieder beim Pfalzgarten“, sagt Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und richtet seinen Dank an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, namentlich die für das Welterbe zuständige Dr. Christine Bauer. Junk sieht die Sanierung des Pfalzgartens als Fortsetzung des Projekts, das bereits Dr. Bauer angestoßen hatte: die Umgestaltung und Aufwertung der historischen Wallanlagen.

Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk (links) und Dr. Christine Bauer (re.) erläutern Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers die „Baustellen“ im Pfalzgarten.

 

Zunächst soll laut Dr. Bauer die aktuell baufällige Stadtmauer in diesem Bereich saniert werden. Dann folgt die Sanierung und Gestaltung der Freiflächen vor der Kaiserpfalz, im inneren Pfalzgarten inklusive der dort vorhandenen archäologischen Denkmale und der oberen Terrasse des äußeren Pfalzgartens. Darüber hinaus sollen die Nutzungsmöglichkeiten des Pfalzgartens verbessert werden.

„Von den Innovationen für zukunftsweisende Stadtentwicklung profitieren nicht nur die geförderten Städte selbst, sondern alle Bürgerinnen und Bürger: Die Projekte zeigen, wie Innenstädte und Wohnquartiere mit Leben erfüllt werden“, heißt es in der Mitteilung des BMI. Über das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ fördere der Bund seit 2014 jährlich investive und konzeptionelle Vorhaben mit besonderer nationaler bzw. internationaler Wahrnehmbarkeit, mit hoher baukultureller Qualität, überdurchschnittlichem Investitionsvolumen sowie Projekte mit hohem Innovationspotenzial.

 

Fotos: Archivfotos (Stadt Goslar)

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